Ganz spontan vor den Traualtar

In der Stiftskirche Cappel können Paare ohne große Vorbereitung heiraten

 

Von Hans-Albert Limbrock

Lippstadt-Cappel. Das Kleid, der Blumenschmuck, der Caterer, die Musik, das richtige Lokal oder wie es Neudeutsch heißt: die richtige Location. Wer heutzutage heiraten will, muss eine Menge organisieren; wohl auch deshalb gibt es so genannte Hochzeits-Planer, die eine minutiös durchgetaktete Hochzeit dann zu einem 30.000 Euro-Event machen. Aber das muss nicht sein, es geht auch einfacher - zum Beispiel ganz spontan.

Wie das? Die Antwort darauf geben am 6. Juni die Lippstädter Pfarrerinnen und Pfarrer um Katrin Perdmenges, Dr. Ivonne Buthke und Thomas Hartmann mit einigen Kolleginnen und Kollegen aus der Kirchengemeinde aber auch aus benachbarten Gemeinden in und an der Stiftskirche in Cappel. „Einfach heiraten“ heißt ihr Angebot, das sich vor allem an Paare wendet, die den immensen organisatorischen Aufwand einer „großen Hochzeit“ nicht möchten, sich aber trotzdem das Ja-Wort geben oder ihre Liebe mit einem kirchlichen Segen bedacht wissen wollen.

Für die Evangelische Kirchengemeinde Lippstadt ist es ein Pilotprojekt, nachdem „Einfach heiraten“ im vergangenen Jahr bereits in Bestwig auf Kirchenkreisebene ein großer Erfolg war. „Wir“, so Thomas Hartmann“, „machen das jetzt einfach mal und sind selbst schon ganz gespannt, ob und wie das angenommen wird.“

„Spontan, einfach, formlos und trotzdem richtig schön und stilvoll soll es sein“, skizziert Katrin Pferdmenges die grundlegenden Kriterien. Von 10 bis 20 Uhr können am 6. Juni (ein Freitag) Paare vorbeikommen. Und damit es keine seelenlose Massenabfertigung wird, gehört ein Gespräch mit einer Pfarrerin oder einem Pfarrer dazu; auch ein Fragebogen muss vorab ausgefüllt werden („Das sind echte Glücksmomente in unserer Liebe/Partnerschaft“, „Das ist eine besondere Herausforderung für uns beide gewesen“).

Die eigentliche Zeremonie in der Kirche dauert dann etwa zwanzig Minuten. „Insgesamt sollte man knapp neunzig Minuten Zeit mitbringen“, sagt Hartmann.

Voraussetzung für die kirchliche Trauung, die dann auch einen Eintrag ins Kirchenbuch erfährt, ist der Nachweis einer zuvor erfolgten standesamtlichen Trauung – wie lange die schon zurückliegt, spielt keine Rolle. Und wenigstens einer von beiden soll evangelisch sein.

Aber es kann auch durchaus schlichter, ohne bürokratischen Aufwand gehalten werden, indem man sich einfach Gottes Segen abholt und dadurch die Partnerschaft festigt. Das gilt auch für Paare, die schon lange verheiratet sind und das Liebesversprechen erneuern wollen, zum Beispiel aus Anlass einer Silberhochzeit. Pferdmenges: „Und natürlich sind auch LGBTQ+Paare herzlich willkommen.“ Begleitet und möglich gemacht wird dieser besondere Tag von einem Team aus Küsterinnen, Musiker und Musikerinnen sowie weiteren Ehrenamtlichen. Sie sorgen auch für einen kleinen Imbiss und anschließendem Sektempfang. Wer möchte, kann auch seine eigene Musik oder seine eigenen Musiker mitbringen; wie überhaupt weitere Gäste herzlich willkommen sind.

Da solch ein Tag trotz der Wertlegung auf Spontanität eine gewisse Vorbereitung braucht, bitten die Initiatoren um eine vorherige Anmeldung bei Pfarrerin Katrin Pferdmenges unter 0151/21225559 Aber auch wer sich spontan an diesem Tag noch zu einer Heirat oder einem Segen entschließt, ist gerne gesehen. Voraussetzung: Es sind gibt noch freie Kapazitäten.

 

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Pfarrerin Katrin Pferdmenges und Pfarrer Thomas Hartmann sind schon ganz gespannt, wie ihr Angebot „Einfach heiraten“ angenommen wird. Foto: Hans-Albert Limbrock

02. WW PLAKAT GOTT DINA1 FINAL 1Haben Sie Freude an der Weisheit? An vier Abenden soll es in der Brüderkirche Austausch zur Weisheit geben (Termine siehe weiter unten).

"Das wird schon wieder!" - Weisheit unserer Tage.

„Zuviel Honig essen ist nicht gut!“ - Sprüche Salomos Kap. 25.

Coole Sprüche und wahre Worte. Wir kommen der Weisheit auf die Spur.

FlyerKiKi Die Welt ist bunt 1Kinder aufgepasst. Am Sonntag, 26. April 2026 feiern wir wieder einen Gottesdienst mit der Kinderkirche. Wir starten um 11:00 Uhr gemeinsam in der Stiftskirche Cappel. Nach dem ersten Lied gehen dann die Kinder mit dem Leitungsteam in die Abtei und feiern dort ihren eigenen Gottesdienst.

Einsamkeitsworkshop Plakat Version 3 1Jede/-r hat sie schon einmal gemacht, doch es wird kaum darüber gesprochen. Einsamkeitserfahrungen sind in unserer Gesellschaft inzwischen alltäglich und doch bleiben sie oftmals unsichtbar. Überforderung, Scham, die Sorge, nicht verstanden zu werden, und nicht zuletzt ein Mangel an möglichen Anlaufstellen verstärken das Problem und sorgen dafür, dass Betroffene mit ihrem Erlebten allein bleiben.

Marienorgel 1 webMit „Wünsch dir was“ ist am Mittwoch, den 6. Mai um 16.30 Uhr ein außergewöhnliches Orgelkonzert mit Daniel Tappe zu erleben. Es bildet zum Einen den Auftakt zur beliebten Reihe „30 Minuten Orgelmusik“ in der Lippstädter Marienkirche, zum Anderen auch den Start zu zahlreichen Aktionen zur Ott-/Schuke-Orgel, die im nächsten Jahr 50 Jahre alt wird und ein Jahr später umfassend überholt und renoviert werden soll.

Unter dem Motto „Wünsch dir was!“ übernimmt das Publikum bei dieser Veranstaltung die Programmgestaltung. Noch bis zum 28. April darf darüber abgestimmt werden, welche Werke im Konzert erklingen. Die digitale Abstimmung ist erreichbar über die Webseite der Stiftung Kirchenmusik Lippstadt https://www.stiftung-kirchenmusik.de/orgelrenovierung/wuensch-dir-was . Stimmzettel liegen in der Marienkirche und im Gemeindehaus Mitte, Brüderstraße 15 aus. Daniel Tappe hat dafür eine umfangreiche Vorauswahl mit Werken aus fünf Jahrhunderten zusammengestellt.

VOCES8 webAm Samstag, den 2. Mai erwartet die Musikfreunde der Region ein echtes Highlight: Das britische A-Cappella-Ensemble VOCES8 ist in der Marienkirche Lippstadt zu Gast! Das öffentliche Konzert beginnt um 17 Uhr. Für dieses Konzert ist der Vorverkauf bereits freigeschaltet. Konzertkarten gibt es ausschließlich auf der Plattform www.reservix.de, Veranstalter ist das Westfälische Kirchenmusikwerk.

In den letzten Jahren ging es steil bergauf für VOCES8. Die Popularität, vor allem beim jungen Publikum, ist bemerkenswert. Ihre Musikvideos haben hunderttausende Aufrufe, die Alben wurden millionenfach gehört. Und trotzdem besteht Einigkeit, dass ein Liveauftritt von VOCES8 alle Aufnahmen noch übertrifft. Die gerade, vibratolose Stimmführung erzeugt einen unglaublich harmonischen Klang, der Suchtpotential hat. Ihr Konzertkalender ist prall gefüllt, rund um den Globus sind sie bei allen wichtigen Festivals und Konzerthäusern zu Gast. Daneben erreichen sie mit ihrer Education-Arbeit jährlich rund 40.000 Kinder und Jugendliche.

Das Ensemble mit 3 Frauen- und 5 Männerstimmen wurde jüngst für den Grammy nominiert.

Einfach heiraten – wir laden am 6.Juni 2026 Paare ein, sich segnen oder unter bestimmten Bedingungen auch kirchlich trauen zu lassen. Von morgens bis in den frühen Abend sind Segnungen/Trauungen möglich – sowohl in der Stiftskirche Cappel als auch unter dem Mammutbaum oder auf der grünen Wiese.

Kirchengemeinden, die das Projekt durchgeführt haben, haben die Erfahrung gemacht, dass Paare dieses niedrigschwellige Angebot schätzen und sich gerne segnen lassen. Jede Feier ist anders und auf das individuelle Paar zugeschnitten – vom Segenswort über die persönlich gehaltene Ansprache bis hin zur Musikauswahl. Ein halbstündiges Gespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer bereitet auf die Segnung/Trauung vor. 

In den kommenden Wochen werden wir das Projekt genauer vorstellen.

Eine Anmeldung ist ab sofort bei Pfarrerin Katrin Pferdmenges (0151-21225559) möglich. Für kurzentschlossene Paare sind am Tag selbst Zeitfenster geöffnet.

Für die Durchführung des Tages brauchen wir ehrenamtliche Unterstützung: bei der Anmeldung im mobilen Kirchenbüro, beim Catering, Auf- und Abbau. Vorschläge zur kreativen Gestaltung des Tages können gerne beim Vorbereitungstreffen eingebracht werden. Wir treffen uns am 21. März um 14 Uhr in Stift Cappel.

Pfarrerin Katrin Pferdmenges

 

ImBlick_156_Cover.jpgIm Frühling geschieht vieles im Verborgenen. Noch ist nicht alles sichtbar, und doch beginnt Neues zu wachsen. Die kommenden Wochen führen durch Fastenzeit, Passion und Ostern und laden ein, innezuhalten, zu fragen und Hoffnung zu wagen.

Der neue Gemeindebrief Im Blick möchte dabei begleiten, anstoßen und stärken.

👉 Ab dem Wochenende vom 28.2. in unseren Kirchen, im Gemeindehaus Mitte und an verschiedenen Verteilstellen erhältlich.

Sie können den Gemeindebrief auch in digitaler Form lesen. Klicken Sie hierzu einfach auf das Cover des Gemeindebriefes.

Kleine Ergänzung zum Spendenaufruf auf Seite 22 für die Orgel in der Marienkirche. Der Kontoinhaber mit vollständiger Bankverbindung lautet: 

Ev. Kreis­kirchen­kasse Soest-Arns­berg
Spenden­konto: IBAN DE06 3506 0190 0005 0050 00
BIC GENODED1DKD
KD-Bank Dort­mund 

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